Trotz einiger starker Konkurrenten komme ich immer wieder auf den Mustang zurück.
Der Mustang ist der James Stewart unter den Flugzeugen. Beide sind solide Leistungsträger mit schneidigem Aussehen, und nur wenige haben einen negativen Kommentar zu einem von ihnen. Die anmutigen Kurven des Mustang ziehen einen in ihren Bann. Die Leistung und die technischen Details sind es, die mich immer wieder zurückkommen lassen.
Er ist das Beste aus beiden Welten: ein atemberaubendes Kunstwerk und ein technisches Wunderwerk. Während der künstlerische Anspruch unbestreitbar ist, sollten wir den technischen Anspruch etwas näher beleuchten.
10: Der Flügel ist das Wichtigste

Da die Mustang in der Mitte des Krieges entwickelt wurde, war sie das erste Flugzeug, das die neue aerodynamische Theorie der "laminaren Strömung" umsetzte.
Dieser Effekt, der im Gegensatz zur turbulenten Strömung steht, ist ein schwer fassbarer Zustand, der mit der richtigen Flügelform und viel Liebe zum Detail möglich ist. Alle Flügel haben an ihren Vorderkanten (der Vorderseite des Flügels) eine geringe Menge an laminarer Strömung. Eine laminare Strömung dehnt diesen Bereich auf einen Großteil der Flügeloberfläche aus und kann den Luftwiderstand des Flügels um unglaubliche 25-50% reduzieren.
Leider hält die praktische Anwendung in der Regel nicht, was die Theorie verspricht. Herstellungsfehler, Gefechtsschäden und Insektenreste verändern die Oberfläche eines Flügels, und die Vorteile der laminaren Strömung schwinden, wenn die Form nicht makellos ist.
10: Der Flügel ist das Wichtigste

Wie es der Zufall will, ist die Formgebung eines Flügels mit laminarer Strömung (der Querschnitt des Flügels) auch sehr gut für einen geringen Luftwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten geeignet. Die Luftströmung über einem Flügel beschleunigt sogar schneller als die Fluggeschwindigkeit des Flugzeugs.
Wenn die Geschwindigkeit des Flugzeugs hoch genug ist, übersteigt diese lokale Flügelströmung die Schallgeschwindigkeit. Wenn dies geschieht, steigt der Luftwiderstand sehr schnell auf ein sehr hohes Niveau. Um weiter zu beschleunigen, brauchen Sie viel mehr Motorleistung.
Die Formgebung des Mustang-Flügels verringerte diese Strömungsbeschleunigung und ermöglichte es ihr, etwas schneller zu fliegen, bevor der Luftwiderstand dramatisch anstieg. In moderner Terminologie ausgedrückt, hatte die Mustang einen großen transsonischen Flügel. Dieser Effekt war in den frühen 1940er Jahren noch nicht vollständig verstanden, aber die Wissenschaft zog schnell nach.


















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