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Die besten britischen Kampfflugzeuge aller Zeiten

Großbritannien hat der Luftfahrtgeschichte einige der leistungsstärksten und elegantesten Kampfflugzeuge geschenkt.

Ihre Sternstunde erlebten die britischen Maschinen während der Schlacht um England 1940, als die Royal Air Force (RAF) in einem epischen Duell die deutsche Luftwaffe bezwang.

Die Auswahl der zehn bedeutendsten britischen Kampfflugzeuge fiel nicht leicht. Viele legendäre Maschinen wie die Gloster Gladiator, die Fairey Fulmar oder die S.E.5 aus dem Ersten Weltkrieg hätten es ebenfalls verdient, in dieser Liste zu erscheinen. Moderne internationale Kooperationsprojekte wie den Eurofighter Typhoon haben wir bewusst ausgeklammert, um uns auf rein britische Entwicklungen zu konzentrieren.

Lassen Sie uns nun eintauchen in die Geschichte von zehn außergewöhnlichen Kampfflugzeugen, die britisches Ingenieursgeschick und Innovationskraft verkörpern:


10: Hawker Hunter

 Hawker Hunter

Als die Hawker Hunter 1954 in Dienst gestellt wurde, vereinte sie zwei Eigenschaften, die sie schnell zum Liebling von Piloten und Luftfahrtbegeisterten machten: überragende Flugeigenschaften und eine zeitlos elegante Linienführung. Der Jagdbomber entstammte der Feder des legendären Flugzeugkonstrukteurs Sydney Camm, der bereits mit der Hawker Hurricane Luftfahrtgeschichte geschrieben hatte.

Noch vor ihrer offiziellen Einführung sorgte die Hunter für internationale Aufmerksamkeit: Am 7. September 1953 jagte der britische Testpilot Neville Duke in einer feuerroten Hunter den Geschwindigkeitsweltrekord. Mit beeindruckenden 1.171 km/h über der südenglischen Küste sicherte er sich den Titel – wenn auch nur für 19 Tage.


10: Hawker Hunter

 Hawker Hunter

Die Hunter entwickelte sich zu einem internationalen Verkaufsschlager: 21 Nationen, von Abu Dhabi über Schweden bis Simbabwe, setzten auf den britischen Jäger. Besonders in Kampfeinsätzen bewies die Maschine ihre Qualitäten. Die indische Luftwaffe setzte sie während der indisch-pakistanischen Kriege erfolgreich gegen sowjetische MiG-Jagdflugzeuge und amerikanische F-86 Sabre ein.

Mit einer Gesamtproduktion von 1.972 Exemplaren gehörte die Hunter zu den erfolgreichsten britischen Militärflugzeugen. Ihre außergewöhnlich lange Dienstzeit unterstreicht die Qualität der Konstruktion: Die Schweizer Luftwaffe nutzte sie bis 1994. Noch erstaunlicher: Der Libanon reaktivierte seine Hunter gleich zweimal - 2008 und 2014. Damit war der Jäger noch 63 Jahre nach seinem Erstflug von 1951 im aktiven Dienst.


9: English Electric Lightning

 English Electric Lightning

Als die Lightning 1960 in den Dienst der RAF eintrat, setzte sie neue Maßstäbe im Jagdflugzeugbau: Mit ihrer phänomenalen Steigleistung, extrem hohen Geschwindigkeit und beeindruckenden Wendigkeit galt sie in vielen Aspekten als das leistungsfähigste Jagdflugzeug ihrer Zeit.

Besonders bemerkenswert war ihre einzigartige Konstruktion: Als einziges jemals in Serie gebautes Kampfflugzeug besaß die Lightning übereinander angeordnete Triebwerke – eine revolutionäre Abkehr vom üblichen Nebeneinander der Aggregate. Diese unkonventionelle Lösung trug maßgeblich zu den außergewöhnlichen Flugleistungen bei.

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9: English Electric Lightning

 English Electric Lightning

Eine weitere Innovation der Lightning waren ihre extrem stark gepfeilten Tragflächen – ein Design, das ihre Hochgeschwindigkeitseigenschaften optimierte. Diese Leistungsfähigkeit hatte allerdings ihren Preis: Der enorme Treibstoffverbrauch beschränkte die Einsatzdauer erheblich, sofern keine Luftbetankung erfolgte. Dennoch beeindruckte die Lightning mit ihrer Fähigkeit, extreme Höhen zu erreichen und Geschwindigkeiten deutlich jenseits der zweifachen Schallgeschwindigkeit zu fliegen – wenn auch nur für kurze Zeit.

Die Lightning verdient ihren Platz in dieser Liste aus zwei Gründen: Zum einen wegen ihrer bahnbrechenden Flugleistungen, die bei ihrer Einführung neue Maßstäbe setzten. Zum anderen wegen ihrer strategischen Bedeutung als Abfangjäger während des Kalten Krieges, wo sie bis zu ihrer Ausmusterung 1988 einen wichtigen Beitrag zur Luftverteidigung Großbritanniens leistete.


8: British Aerospace Sea Harrier

 British Aerospace Sea Harrier

Als der Harrier 1969 in den Dienst der RAF trat, schrieb er Luftfahrtgeschichte: Er war der erste einsatzfähige Kampfjet der Welt, der senkrecht starten und landen konnte. Diese scheinbar unmögliche Fähigkeit verdankte er dem innovativen Rolls-Royce Pegasus-Triebwerk mit seinen vier schwenkbaren Schubdüsen, die den Jet quasi zum Schweben brachten.

Diese einzigartige VTOL-Fähigkeit (Vertical Take-Off and Landing) eröffnete der Royal Navy völlig neue Möglichkeiten: Auch ohne große Flugzeugträger konnte Großbritannien nun moderne Jets auf See einsetzen. Für diese maritime Rolle wurde der Harrier weiterentwickelt: Der neue Sea Harrier, der am 20. August 1978 seinen Erstflug absolvierte, erhielt ein leistungsfähiges Radar und ein erhöhtes Cockpit für bessere Übersicht.


8: British Aerospace Sea Harrier

 British Aerospace Sea Harrier

Der Falklandkrieg 1982 wurde zur Feuertaufe des Sea Harrier. Als Argentinien die Falklandinseln besetzte, entsandte Großbritannien eine Flottille mit zwei leichten Flugzeugträgern und 26 Sea Harriers. Trotz ihrer vermeintlichen Nachteile – begrenzte Höchstgeschwindigkeit, einfaches Radar und beschränkte Bewaffnung – überraschte der kompakte Jet Freund und Feind mit seiner Effektivität im Luftkampf.

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Die Bilanz war beeindruckend: 20 Abschüsse gegnerischer Flugzeuge, ohne selbst einen einzigen Verlust im Luftkampf hinnehmen zu müssen. Zwar gingen einige Maschinen durch Flugabwehrfeuer und Unfälle verloren, dennoch wurde der Sea Harrier zum erfolgreichsten britischen Jagdflugzeug der Nachkriegszeit – ein Rekord, der bis heute Bestand hat. Die Erfahrungen des Falklandkriegs führten zu weiteren Verbesserungen: Der Sea Harrier erhielt das hochmoderne Blue Vixen-Radar und die leistungsstarken AIM-120 AMRAAM-Luftkampfraketen.


7: Sopwith Camel

 Sopwith Camel

Der Sopwith Camel-Doppeldecker etablierte sich als das erfolgreichste alliierte Jagdflugzeug des Ersten Weltkriegs. Die beeindruckende Bilanz von 1.294 abgeschossenen gegnerischen Flugzeugen – mehr als jedes andere Flugzeug des Krieges – wurde in der erstaunlich kurzen Zeit von nur 18 Monaten erreicht.

Diese Überlegenheit verdankte die Camel ihrer doppelten Bewaffnung und ihrer außergewöhnlichen Wendigkeit. Doch diese Eigenschaften machten sie zu einer zweischneidigen Klinge: Während erfahrene Piloten die Manövrierfähigkeit zu ihrem Vorteil nutzen konnten, wurde die Maschine für unerfahrene Flugschüler zur tödlichen Falle. Kein anderes Flugzeug des Ersten Weltkriegs war bei der Pilotenausbildung so gefürchtet wie die Camel – sie verlangte ihren Piloten höchstes fliegerisches Können ab.


7: Sopwith Camel

 Sopwith Camel

Eine technische Besonderheit machte die Camel zu einem einzigartigen Jagdflugzeug: Ihr Umlaufmotor – der sich mit seinem gewaltigen Gewicht von 170 Kilogramm komplett mit dem Propeller drehte – erzeugte ein extremes Drehmoment. Dies ermöglichte der Maschine nahezu unmögliche Rechtskurven mit einer Geschwindigkeit, die sie vermutlich zum wendigsten Jagdflugzeug aller Zeiten machte.

Die Kombination aus überragender Kampfleistung und höchsten Anforderungen an das fliegerische Können prägte den legendären Ruf der Camel und ihrer Elite-Piloten. Unter den Fliegern kursierte ein makaberer Scherz, der die Extreme dieser Maschine perfekt auf den Punkt brachte: Die Camel biete ihrem Piloten drei Möglichkeiten – „ein Holzkreuz auf dem Grab, das Rote Kreuz im Lazarett oder das Victoria-Kreuz für Tapferkeit“.

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6: Hawker Sea Fury

 Hawker Sea Fury

Wenn es um den Höhepunkt der kolbenmotorgetriebenen Jagdflugzeugentwicklung geht, denken viele an die späten Versionen der P-51 Mustang oder Spitfire. Doch die wahre Königin dieser Ära war wohl die britische Sea Fury – das Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit bei Hawker.

Der Weg zur Sea Fury war lang und nicht immer erfolgreich: Hawker experimentierte zunächst mit schweren einmotorigen Jägern wie dem problembehafteten Typhoon und dem wenig überzeugenden Tornado, bevor mit der Tempest endlich der Durchbruch gelang. Die Sea Fury stellte den krönenden Abschluss dieser Entwicklungsreihe dar – sie vereinte die Erkenntnisse aus den Vorgängermodellen in einem kompakteren, leichteren Jagdflugzeug.


6: Hawker Sea Fury

 Hawker Sea Fury

Die Sea Fury verkörperte die Perfektion des kolbenmotorgetriebenen Jagdflugzeugs: Mit ihrer beeindruckenden Geschwindigkeit, gewaltiger Motorleistung und durchschlagender Bewaffnung setzte sie neue Maßstäbe. Dabei war sie trotz ihrer enormen Leistungsfähigkeit erstaunlich gutmütig im Handling – ein würdiger Abschluss der legendären Hawker-Jagdflugzeugreihe. Die Produktionszahl von 864 Exemplaren unterstreicht ihren Erfolg.

Dass die Sea Fury auch im Jet-Zeitalter bestehen konnte, bewies sie im Koreakrieg mit dem Abschuss mindestens einer MiG-15 - ein bemerkenswerter Erfolg eines Kolbenmotorjägers gegen einen Düsenjäger. Auch während der Invasion in der Schweinebucht machte sie von sich reden, als kubanische Sea Furies zwei B-26-Bomber der CIA abschossen. Die internationale Wertschätzung spiegelte sich in der weiten Verbreitung wider: Von Australien über Burma, Kanada, Kuba, Ägypten, Westdeutschland, Irak und die Niederlande bis nach Pakistan – die Sea Fury überzeugte Luftstreitkräfte weltweit.


5: Gloster Meteor

 Gloster Meteor

Am 5. März 1943 hob die Gloster Meteor als erster britischer Düsenjäger ab – nur vier Monate nach dem Erstflug der deutschen Me 262 mit Strahltriebwerken. Die Einführung des revolutionären Jägers in den aktiven Dienst erfolgte unter strengster Geheimhaltung, um dem Gegner keine Informationen über die neue Waffe zu liefern.

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Ein historischer Moment ereignete sich am 12. Juli 1944, als die 616. Squadron als erste RAF-Einheit mit der Meteor ausgerüstet wurde. Bereits zwei Wochen später stand der neue Jet im Kampfeinsatz – allerdings nicht gegen feindliche Flugzeuge, sondern gegen die gefürchteten V1-Flugbomben. Die Feuertaufe erfolgte am 4. August mit dem Abschuss von zwei dieser „Vergeltungswaffen“. Bis Kriegsende konnten die Meteors insgesamt 14 V1-Raketen abschießen.


5: Gloster Meteor

 Gloster Meteor

Die rasante technische Entwicklung der Nachkriegszeit wird am Beispiel der Meteor besonders deutlich: 1946 stellte sie noch absolute Geschwindigkeitsrekorde auf – doch bereits ein Jahr später machte die North American F-86 mit ihren gepfeilten Tragflächen diese Bestleistungen obsolet. Die Ära der ersten Düsenjägergeneration neigte sich ihrem Ende zu.

Dennoch spielte die Meteor F8 zwischen 1950 und 1955, während der spannungsgeladenen Anfangsphase des Kalten Krieges, eine zentrale Rolle in der britischen Luftverteidigung. Die Meteor bewährte sich in praktisch allen militärischen Konflikten, an denen Großbritannien in den 1950er Jahren beteiligt war – mit Ausnahme des Koreakrieges.


4: Bristol Beaufighter

 Bristol Beaufighter

Die Entwicklung eines erfolgreichen Jagdflugzeugs aus einem Bomber ist ein seltenes Kunststück – der Bristol Beaufighter ist eine der wenigen Ausnahmen. Basierend auf dem Beaufort-Aufklärungs- und Torpedobomber entstand ein zweimotoriger Jäger, der nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch massive Feuerkraft und vielseitige Einsatzmöglichkeiten überzeugte.

Vier 20-Millimeter-Kanonen bildeten die Hauptbewaffnung, ergänzt durch sechs Browning-Maschinengewehre vom Kaliber 7,7 Millimeter in den Flügeln. Reichlich Munition sorgte für lange Einsatzzeiten. Der wahre Durchbruch gelang dem Beaufighter jedoch durch seine Fähigkeit, das damals hochmoderne Luftabfangradar zu tragen.


4: Bristol Beaufighter

 Bristol Beaufighter

Bis zur Ankunft der legendären Mosquito dominierte der Beaufighter die nächtlichen Luftkämpfe über Großbritannien – und das ausgerechnet in der Phase der intensivsten deutschen Luftangriffe. Seine Vielseitigkeit bewies er auch in der Rolle als Schiffsbekämpfer, wo er sich als äußerst effektiv erwies.

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Die tatsächlichen Erfolge des Beaufighter sind vermutlich sogar noch beeindruckender als offiziell dokumentiert. Die Zahl von 965 bestätigten Abschüssen erscheint durchaus realistisch und unterstreicht die immense Bedeutung dieses Flugzeugs für die alliierte Kriegführung.


3: de Havilland Mosquito

 de Havilland Mosquito

Das Konzept der Mosquito war revolutionär: ein Bomber, der so schnell war, dass er keine Defensivbewaffnung brauchte. Die meisten feindlichen Jäger konnten ihr schlicht nicht folgen. Diesen Geschwindigkeitsvorteil verdankte die Mosquito der einzigartigen Kombination aus drei Faktoren: Einer aerodynamisch optimierten Konstruktion, zwei leistungsstarken Rolls-Royce Merlin V12-Motoren und – besonders bemerkenswert – einem Großteil der Struktur aus Holz.

Die Holzbauweise erwies sich als geniale Lösung: Sie machte die Mosquito nicht nur außergewöhnlich leicht, sondern entlastete auch die kriegswichtige Aluminiumproduktion Großbritanniens. Die strömungsgünstige Form des Flugzeugs, die durch die geschickte Verarbeitung des Holzes möglich wurde, reduzierte den Luftwiderstand auf ein Minimum.


3: de Havilland Mosquito

 de Havilland Mosquito

Als Nachtjäger war die Mosquito mit ihrer beeindruckenden Kombination aus Geschwindigkeit, Situationsbewusstsein (dank ihres Radars) und Feuerkraft hervorragend. Ursprünglich gingen wir davon aus, dass die Mosquito etwa 830 Luftsiege errungen hat, aber selbst diese Zahl ist zu niedrig.


2: Hawker Hurricane

 Hawker Hurricane

Als die Hurricane 1935 ihren Erstflug absolvierte, markierte sie einen Meilenstein: Sie war das erste RAF-Flugzeug, das eine Geschwindigkeit von 483 km/h erreichte. Die Konstruktion profitierte von den umfangreichen Erfahrungen, die Hawker mit seinen erfolgreichen Doppeldeckern gesammelt hatte – doch niemand ahnte damals, dass dieses Flugzeug bald über das Schicksal Großbritanniens entscheiden würde.

1940, als Nazi-Deutschland mit einer Invasion drohte, wurde die Hurricane zur Retterin der Nation. Ihre Piloten kämpften mit außerordentlichem Mut, und die Statistik spricht für sich: Die Hurricane erzielte mehr Luftsiege als die berühmtere Spitfire. Insgesamt gingen 4.540 bestätigte Abschüsse auf das Konto der RAF-Hurricanes – eine beeindruckende Bilanz, die durch weitere Erfolge bei anderen Luftstreitkräften, insbesondere der sowjetischen, noch übertroffen wurde.

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2: Hawker Hurricane

 Hawker Hurricane

Im Vergleich zur komplexeren Spitfire war der Hurricane einfacher zu fertigen und zu warten. Auch ihre Widerstandsfähigkeit gegen Beschuss wurde von vielen Piloten geschätzt. Die Hurricane zeigte sich zudem als wahres Multitalent: Sie bewährte sich nicht nur als Nachtjäger, sondern entwickelte sich auch zu einem gefürchteten Panzerknacker bei Bodenangriffen.

Der Erfolg der Hurricane basierte auf einer gelungenen Kombination: Eine robuste Zellenkonstruktion, gepaart mit dem zuverlässigen Rolls-Royce Merlin-Motor, ergab ein äußerst effektives Kampfflugzeug. Entscheidend war jedoch vor allem ihre Verfügbarkeit zum kritischen Zeitpunkt: Als häufigstes Jagdflugzeug in der Luftschlacht um England trug sie die Hauptlast der Kämpfe und erzielte den Löwenanteil der Abschüsse. Mit einer Gesamtproduktion von 14.487 Exemplaren – nur von der Spitfire übertroffen – sicherte sie sich einen festen Platz in der Militärgeschichte.


1: Supermarine Spitfire

 Supermarine Spitfire

Die Spitfire vereinte Schönheit und Kampfkraft wie kein anderes Jagdflugzeug ihrer Zeit. Die perfekte Kombination aus dem weltweit führenden Rolls-Royce Merlin-Motor und einer aerodynamisch brillanten Zelle machte sie zu einer der erfolgreichsten Konstruktionen der Luftfahrtgeschichte – ihr Beitrag zum Sieg über Nazi-Deutschland ist unbestritten.

Die Evolution der Spitfire ist bemerkenswert: Vom ersten Prototyp K5054 aus dem Jahr 1936, angetrieben von einem vergleichsweise bescheidenen 990 PS starken Merlin C-Motor, bis zur mächtigen Spätversion von 1945 mit mehr als doppelter Motorleistung, zeigte sich das enorme Entwicklungspotenzial der Grundkonstruktion. Mit einer Gesamtproduktion von 22.685 Exemplaren wurde die Spitfire zum meistgebauten britischen Flugzeug aller Zeiten – ein Beleg für ihre überragende Bedeutung.


1: Supermarine Spitfire

 Supermarine Spitfire

Die Spitfire entwickelte sich zum erfolgreichsten alliierten Jagdflugzeug des Zweiten Weltkriegs. Mit vermutlich 5.950 Luftsiegen allein bei der RAF übertraf sie selbst die vielgepriesene amerikanische Hellcat. Diese beeindruckende Bilanz untermauert ihren Anspruch, nicht nur das beste britische, sondern möglicherweise das beste Jagdflugzeug des gesamten Krieges gewesen zu sein.

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Zwar errang die Hurricane während der Luftschlacht um England mehr Abschüsse, doch erst die überlegene Spitfire ermöglichte diesen Erfolg: Sie band die gefährlichsten deutschen Jäger und verschaffte den Hurricanes die nötige Freiheit für ihre Angriffe auf die Bomber. Von Kriegsbeginn bis zum letzten Tag blieb die Spitfire ein Maßstab für Kampfflugzeuge. Ihre einzigartige Kombination aus Höchstgeschwindigkeit, Wendigkeit und fast intuitiver Steuerung machte sie zu einer zeitlosen Konstruktion. Selbst nach Kriegsende blieb die Spitfire noch bis 1954 im aktiven RAF-Dienst.

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Photo Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.en


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