Der leistungsstarke und zuverlässige Rolls-Royce Merlin-Flugmotor wurde in vielen der bedeutendsten Kampfflugzeuge des Zweiten Weltkriegs verbaut – vom Spitfire und Hurricane bis zur Lancaster.
Das melodische, kernige Dröhnen des Motors und sein unbestreitbarer Beitrag zum Sieg der Alliierten machten ihn zu einem Liebling vieler, ebenso wie die Flugzeugtypen, die er antrieb. Hier sind 10 brillante Flugzeuge, die mit dem mächtigen Rolls-Royce Merlin-Motor ausgestattet waren:
10: Fairey Fulmar

Es ist etwas seltsam, dass das erfolgreichste Jagdflugzeug der britischen Fleet Air Arm während des Krieges die relativ langsame und gediegene Fairey Fulmar war, die 112 Siege erzielte (mehr als doppelt so viele wie die weitaus leistungsstärkere Corsair im Dienst der FAA). Trotzdem hat die Fulmar nie wirklich die Fantasie der Menschen beflügelt.
Als der Zweite Weltkrieg drohte, benötigte die Royal Navy dringend ein modernes Kampfflugzeug. Dieser Bedarf wurde durch einen modifizierten leichten Sturzkampfbomber gedeckt, der ursprünglich für eine stornierte RAF-Anforderung vorgesehen war. Die daraus resultierende Fulmar hatte denselben Motor und dieselbe Bewaffnung wie die Spitfire und die Hurricane, aber damit endeten auch schon die Gemeinsamkeiten.
10: Fairey Fulmar

Mit einer erbärmlichen Höchstgeschwindigkeit von 398 km/h und einer schwachen Dienstgipfelhöhe von 4877 Meter war es seinen Zeitgenossen weit unterlegen. Noch beunruhigender war, dass sie auch 48 km/h langsamer war als die Heinkel He 111-Bomber der Luftwaffe. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass sie als Jäger ein adäquater, aber eingestellter Sturzkampfbomber war. Wie wurde sie dann zum besten Jäger der Royal Navy während des Krieges?
Um diesen scheinbaren Widerspruch zu verstehen, warum eine so träge Maschine das beste Jagdflugzeug der Marine war, muss man sich eine damals neue Technologie ansehen: das Radar. Die Fulmar hatte gezeigt, dass sie als Marinejäger mit ihren Stärken in Bezug auf Ausdauer und Feuerkraft ihre Nachteile in der reinen Leistung ausgleichen konnte, wenn sie mit Radar ausgestattet war.
9: Miles M.20

Die M.20, die nur 65 Tage nach ihrer Beauftragung durch das Luftfahrtministerium ihren ersten Flug absolvierte, bestand vollständig aus Holz, um den Verbrauch des potenziell knappen Aluminiums zu minimieren. Die gesamte Nase, die Propeller und der Merlin-Motor wurden praktischerweise als eine einzige Einheit geliefert.
Um die Konstruktion einfach zu halten, verzichtete man bei der M.20 auf ein Hydrauliksystem, was zwar bedeutete, dass das Fahrwerk nicht einziehbar war, aber durch die Gewichtsersparnis konnte eine große interne Treibstoffkapazität und eine ungewöhnlich schwere Bewaffnung mit 12 Maschinengewehren mit doppelt so viel Munition wie die Hurricane oder die Spitfire untergebracht werden.
9: Miles M20

Tests ergaben, dass die M.20 langsamer als die Spitfire, aber schneller als die Hurricane war und ihre Reichweite etwa doppelt so groß war wie die der beiden anderen Flugzeuge. Sie verfügte auch über eine der ersten klaren Kuppelhauben, die in einem Militärflugzeug verbaut wurden.

















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