Reno Air Racing, das als „der schnellste Motorsport der Welt“ bezeichnet wird, ist eine atemberaubende Mischung aus Luftfahrtgeschichte, extremer Technik und aufregender Geschwindigkeit.
Bei diesem Rennen in der Wüste von Nevada treten legendäre Kriegsflugzeuge in Duellen mit niedriger Flughöhe und hoher G-Kraft auf einer Pylon-Strecke gegeneinander an. Diese Flugzeuge, einst Ikonen des Kampfes, sind nun bis auf das Äußerste abgespeckt und poliert.
Die Motoren sind aufgemotzt, die Flügel gekürzt, die Kühlsysteme überarbeitet – alles im unerbittlichen Streben nach Geschwindigkeit. Die Propellerspitzen verschwimmen, die Auspuffrohre dröhnen und die Piloten rasen mit oft über 700 km/h über den Wüstenboden. Es ist nicht nur ein Rennen, es ist die ultimative Verschmelzung von Geschichte, Gefahr und Adrenalin.
10: Curtiss P-40 Warhawk
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Die Curtiss P-40E Warhawk, berühmt für ihre Nase mit Haifischmaul und ihren robusten Einsatz während des Krieges, fand ein zweites Leben und brüllt nun über den Wüstenhimmel von Reno. Einst ein Symbol für Kriegsbeherrschung, wurde sie zu einem seltenen, aber aufregenden Anblick unter den schlanken Mustangs und Bearcats, die die Luftrennen der Unlimited Class dominieren.
Im Gegensatz zu den später im Krieg gebauten Rennflugzeugen mit Kompressor und großer Flughöhe war die P-40E ein robustes Kampfflugzeug für niedrige bis mittlere Flughöhen, das zwar nie das schnellste war, aber mit seinen breiten Flügeln, dem kernigen Allison-Motor und seiner unverwechselbaren Silhouette unvergesslich blieb. Die Rennfahrer, die sich für die Warhawk entschieden, schätzten ihre Stabilität und ihren Charakter und zogen Tradition der reinen Leistung vor.
10: Curtiss P-40 Warhawk

Um wettbewerbsfähig zu sein, entfernten die Mechaniker Panzerungen, Geschütze und unnötiges Gewicht, stimmten den Allison V-1710 auf maximale Leistung ab und polierten jeden Zentimeter seines Metalls, um den Luftwiderstand zu minimieren. Einige montierten sogar größere Propeller und nahmen Änderungen am Kraftstoffsystem vor, um so viel Geschwindigkeit wie möglich aus seinem klassischen Rahmen herauszuholen. Die Umgestaltung bewahrte die Seele des Warhawk, verschob jedoch seine Grenzen.
P-40 sind gelegentlich in Reno gefahren, oft in der Bronze- oder Unlimited-Klasse. Flugzeuge wie die Texas Warhawk (2017) erreichten Qualifikationsgeschwindigkeiten von fast 470 km/h und Renngeschwindigkeiten von rund 430 km/h.
9: Rare Bear – Grumman F8F Bearcat

Die F8F Bearcat war das ultimative Beispiel für Grummans große Auswahl an Marinejägern mit Kolbenmotor. Die frühere Hellcat des Unternehmens hatte maßgeblich zur Niederlage Japans beigetragen, und die Bearcat war noch leistungsstärker. Die F8F war kompakt, ließ sich makellos steuern und war absolut brillant.
Lange bevor die Bearcat in den Rennsport einstieg, holte sie sich 1946 den absoluten Steiggeschwindigkeitsrekord für kolbenbetriebene Flugzeuge und schoss in 94 Sekunden auf 10.000 Fuß (3048 Meter) hoch. Schnell und mit einer robusten Struktur, die sich für Modifikationen eignete, war die Bearcat ein idealer Kandidat für die Rennen in Reno.


















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