Wie schnitten die beiden legendären Kampfflugzeuge des Zweiten Weltkriegs – die britische Supermarine Spitfire und die deutsche Messerschmitt Bf 109 – im Vergleich ab?
War eines der beiden Flugzeuge nachweislich besser? Wir untersuchen die beiden anhand von 10 wichtigen Parametern, die sich grob auf den Zeitraum zwischen 1939 und 1941 beschränken, als diese Flugzeuge unter nahezu gleichen Bedingungen gegeneinander kämpften. Bitte anschnallen:
11: Leistung

Die Bf 109 galt in ihren ersten Versionen allgemein als etwas überlegen gegenüber den zeitgenössischen Varianten der Spitfire. In niedrigen bis mittleren Höhen, in denen ein Großteil der Luftkämpfe in der Anfangsphase des Krieges stattfand, hatte die Bf 109 die Oberhand. In größeren Flughöhen war jedoch die Spitfire überlegen.
Dies lag vor allem daran, dass der Rolls-Royce Merlin V12-Motor der britischen Spitfire eine größere kritische Höhe – die Höhe, in der der Kompressor mit voller Leistung arbeitet – hatte als der Daimler-Benz DB 601 V12 der Bf 109. Die Vorteile der Spitfire, ein engerer Wendekreis und eine schnellere Wendegeschwindigkeit, ermöglichten es ihr, die Bf 109 auszumanövrieren.
Die Messerschmitt Bf 109 konnte jedoch aufgrund ihrer höheren Steiggeschwindigkeit Steilkurven fliegen, mit denen die Spitfire nicht mithalten konnte. Dies gab den deutschen Piloten mehr Freiheit, sich auf Luftkämpfe mit britischen Jägern einzulassen und sich wieder aus ihnen zurückzuziehen.
10: Fortschrittliche Technologie und der entscheidende Fehler der Spitfire

Die Bf 109 verfügte über mehrere fortschrittliche Technologien, die ihr einen Vorteil verschafften. Ihr DB 601-Motor war mit einem automatischen Drehzahlregulator ausgestattet, der eine bessere Leistungsentfaltung des Motors gewährleistete. Der Drehzahlregler der Bf 109E-3 beispielsweise verschaffte ihr in niedrigen Höhen einen Leistungsvorteil von 200 PS gegenüber der Spitfire 1A.
Der Motor verfügte außerdem über eine Kraftstoffeinspritztechnologie, die es dem Flugzeug ermöglichte, sich nach vorne in einen Sturzflug zu neigen; bei der Spitfire hätte der Vergaser des Merlin-Motors bei einem solchen Manöver zum Absterben des Motors geführt. Die Spitfire musste daher eine Rolle machen und tauchen, was im Kampf wertvolle Sekunden kostete.
10: Fortschrittliche Technologie und der entscheidende Fehler der Spitfire

Ein weiteres Beispiel sind die automatischen Vorflügelklappen, die verhinderten, dass die Bf 109 bei niedrigen Geschwindigkeiten oder in Kurven mit hoher G-Belastung ins Trudeln geriet.
Die Modelle Bf 109F-3 und F-4, die Mitte 1941 eingeführt wurden, verbesserten die E-Modelle mit Hilfe des leistungsstärkeren DB-601E-Motors.
9: Reichweite

Die Kampfreichweiten waren vergleichbar. Beide Konstruktionen waren ursprünglich für die Verteidigung von Luftwaffenstützpunkten gegen feindliche Bombenangriffe konzipiert, was sich in ihren Reichweitenangaben mit internem Treibstoff widerspiegelte – 420 bis 680 km für die Spitfire I A/B und etwa 660 km für die Bf 109E.


















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