Während der Zusammenstellung dieser Liste furchtbarer französischer Flugzeuge stießen wir auf eine unerwartete Herausforderung: Frankreich hat nicht viele schreckliche Flugzeuge entwickelt.
Frankreich hat sicherlich einige mittelmäßige Flugzeuge und fehlerhafte Entwürfe hervorgebracht, jedoch nur wenige, die sich mit den wahrhaft alptraumhaften Angeboten anderer großer Luftfahrtnationen des 20. Jahrhunderts messen können. Doch keine Sorge, wir haben eine Menge wunderbar schräger französischer Verlierer gefunden.
10: Blériot 125

Louis Blériot versuchte nach seinem historischen Ärmelkanalflug mit dem Typ XI Eindecker, andere Flugzeuge zu entwickeln, die an diese Leistung herankommen sollten, was jedoch oft erfolglos blieb. Ein besonders auffälliges Beispiel hierfür sind die Großflugzeuge aus den 1920er Jahren, die von seiner Firma gebaut wurden.
Die Blériot 125 stellte sich als unzureichend motorisiert heraus und hatte Probleme mit der Steuerbarkeit aufgrund der Belastung durch die beiden großen Rümpfe und der bescheidenen Leistung der Hispano-Suiza Motoren. Es war eine Herausforderung, all diese Flugzeuge mithilfe der winzigen Ruder durch den Himmel zu manövrieren.
10: Blériot 125

Mit ihren gewaltigen Rümpfen, leistungsstarken Motoren und geräumigen Passagierkabinen hätten die Flugzeuge der Baureihe 125 eigentlich eine hervorragende Manövrierfähigkeit aufweisen müssen. Doch trotz jahrelanger Entwicklungsarbeit gelang es den Ingenieuren nicht, diese Maschinen flugfähig zu machen. Schließlich musste das Projekt nach drei vergeblichen Jahren und ohne je einen Passagier beförder zu haben, aufgegeben und die Flugzeuge verschrottet werden.
Zwar hat Blériot Aéronautique auch einige durchaus akzeptable Konstruktionen hervorgebracht, die heute jedoch kaum noch jemand kennt. Viel interessanter ist jedoch das spektakuläre Scheitern des Unternehmens bei der Entwicklung der 125er-Reihe – ein Flugzeugmodell, das eine faszinierende alternative Zukunft hätte prägen können, die letztlich aber nie Realität wurde.
FOTO: Blériot 125 auf der Pariser Luftfahrtausstellung 1930
9: Mignet HM.14 Pou du Ciel (Fliegender Floh)

Mit Henris Flugzeugkreation konnte erstmal auch Nicht-Piloten das Fliegen ermöglicht werden – eine wahre Revolution. Das Pou-de-Ciel verfügte weder über Querruder noch eine komplexe Steuerung. Stattdessen wurden Seitensteuerung und schwenkbare Vorderflügel über den Gashebel und Steuerknüppel bedient.
Nach dem erfolgreichen Flug über den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien, wo die Maschine als "Flying Flea" bekannt wurde, schien der Erfolg des Konzepts gesichert. Doch die anfängliche Begeisterung für Mignets Kreation sollte nur von kurzer Dauer sein.
9: Mignet HM.14 Pou du Ciel (Fliegender Floh)

Zwischen August 1935 und Mai 1936 ereigneten sich tragische Unfälle mit sieben H.M.14-Flugzeuge, bei denen alle Insassen ums Leben kamen. Daraufhin verhängten Behörden in Frankreich und Großbritannien ein Flugverbot für diese sogenannte Flying Fleas. Windkanalversuche zeigten, dass die Konstruktion dieser Maschinen anfällig für Strömungsabrisse war, mit denen unerfahrene Piloten nur schlecht umgehen konnten.

















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