Im 19. Jahrhundert studierte ein gewisser Otto Lilienthal Vögel, baute einen Hügel, um von dort aus mit seinen Gleitern zu fliegen, und trug viel zur Förderung der Flugforschung bei.
Seitdem ist Deutschland ein großer Name in der Entwicklung der Luftfahrt geblieben. Nicht alle seine Flugzeuge waren schön; die meisten schwankten wild zwischen zweckmäßig, böse, niedlich oder total verrückt. Wir haben unsere Leser gebeten, die 10 schönsten zu wählen. Hier sind die Ergebnisse:
10: Extra EA-300

Jeder, der die Extra 300 schon einmal fliegen gesehen hat, wird von der erstaunlichen Fähigkeit dieses winzigen Flugzeugs beeindruckt sein, sich durch die Lüfte zu schwingen. Während andere Flugzeuge in dieser Liste eine tödliche oder kommerzielle Rolle spielen, geht es bei der Extra 300 nur um die Freude am Fliegen.
Die 1987 von Walter Extra, einem westdeutschen Piloten, entworfene 300 ist ein Meister des Kunstflugs, der atemberaubenden Kunst, und kann extreme Flugmanöver in Folge ausführen. Um solche heftigen Manöver zu überstehen, ist eine hohe strukturelle Festigkeit erforderlich.
10: Extra EA-300

Ein Objekt, das auf der Erdoberfläche ruht, unterliegt einer Gravitationskraft von 1 G. Moderne Kampfpiloten erreichen bei den heftigsten Luftkampfmanövern 9 G, wobei sie sich durch die Beschleunigung so fühlen und bewegen, als würden sie das Neunfache ihres Gewichts wiegen. Die Extra 300 ist für alarmierende 10 G (positiv oder negativ) oder immer noch erstaunliche 8 G mit zwei Personen an Bord ausgelegt.
Neben der hohen Festigkeit des Flugzeugs verfügt die Extra 300 über weitere Merkmale, die die Kunstflugleistung unterstützen, darunter ein Tragflächenprofil (die Querschnittsform des Flügels), das so konzipiert ist, dass es sowohl im aufrechten als auch im Rückenflug gleichermaßen effizient arbeitet. Die Extra 300 ist ein schnittiges Kunstflugzeug, das weniger als eine Tonne wiegt und oft in leuchtenden Farben erstrahlt.
9: Albatros D.V

Mit sehr wenigen Ausnahmen sind Flugzeuge aus dem Ersten Weltkrieg nicht die schönsten. Aber zu diesem Zeitpunkt war das Flugzeug gerade einmal etwas mehr als zehn Jahre alt und praktisch alle waren aus Segeltuch gefertigt, das um einen Holzrahmen gewickelt war, kaum mehr als ein motorisierter Drachen.
Die Albatros Flugzeugwerke in Berlin begannen jedoch, Sperrholz für die Rümpfe ihrer Flugzeuge zu verwenden, die im Vergleich zu anderen Flugzeugen dieser Zeit schnell den Ruf großer Festigkeit erlangten. Obwohl sie anfangs noch recht kantig waren, erkannte man bald, dass eine Sperrholzhaut um Spanten herum gedämpft werden konnte, um komplexe Verbundkurven zu erzeugen.
9: Albatros D.V

Durch eine Reihe von Jagdflugzeugentwürfen verfeinerte Robert Thelen, der Chefkonstrukteur von Albatros, die Form zu dem haifischartigen und bemerkenswert modernen Profil der D.V. Ohne eine einzige gerade Linie war der Halbschalenrumpf, der in einem schönen, geschwungenen Höhenleitwerk gipfelte, gut stromlinienförmig, enorm stark und sah sensationell aus.
Leider konnten die schlanken Tragflächen, die an den Spitzen attraktiv nach hinten geschwungen waren, nicht mit der Stärke des Rumpfes mithalten, und unter bestimmten Bedingungen konnte der untere Flügel vom Flugzeug abgerissen werden. Trotz dieses Fehlers wurden Tausende gebaut, und viele Piloten waren mit der Albatros sehr erfolgreich.

















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